Bürgerschaftswahl in Hamburg: CDU und SPD mit erheblichen Verlusten, Grüne legen deutlich zu! 2. erw. Fassung

Berliner Grokoparteien auch in Hamburg deutlich abgestraft!
Am 23. Februar 2020 fand in Hamburg die Bürgerschaftswahl statt. Die Parteien CDU (-4,7%) und SPD (-6,4%) mussten erhebliche Verluste hinnehmen. Die Grünen konnten ihr Wahlergebnis verdoppeln (+11,9%). Die AFD (-0,8%) wird in der neuen Bürgerschaft erneut vertreten sein. Die FDP (-2,4%) muss mit 5,0x% bei einer Nachzählung um den Einzug in die Bürgerschaft zittern. Der Wahlbezirk Langenhorn musste überprüft werden (FDP 22,4%, Grüne 5.1%). Die Nachprüfung bestätigte einen Zahlendreher bei der Zuordnung der Stimmen für FDP und Grünen. Damit kommt die FDP nur auf 4,9%, bleibt jedoch mit einem Direktmandat in der Bürgerschaft.

Das die Berliner GroKo auch in Hamburg mit -11,1 % abgestraft wurde kommt in der öffentlichen Diskussion nicht vor. Hamburg ist nach wie vor eine Hochburg von rot/rot/grün mit insgesamt 72,3% der Stimmen für SPD, Grüne und der Linkspartei. Die Verluste der SPD wurden durch die Zugewinne der Grünen mehr als aufgefangen.

Wir erleben auch in Hamburg die Unfähigkeit der Parteien CDU und SPD den wahren Grund Ihrer fortlaufenden Wahlpleiten (Zinspolitik – Enteignung der Sparer, Flüchtlingspolitik, Islamisierung, Verarmung der Rentner, CO2-Steuer etc.) zu erkennen und entsprechend durch eine veränderte Politik im Sinne der Masse der Wähler weiterem Vertrauensverlust entgegen zu wirken.

In Berlin macht die Groko aus CDU und SPD weiter wie bisher, während bei Landtagswahlen die Wahlergebnisse von CDU und SPD landesweit und fortlaufend deutlich ins Minus gehen. Das aktuelle Bild der CDU gleicht dem Untergang der Titanic, während das Schiff sinkt “balgen” sich in Berlin die Anwärter auf der Brücke um den Posten des Kapitäns. Gleichzeitig regiert Frau Merkel unbeirrt weiter ohne jeden realen Bezug zur Wirklichkeit im Land. Augen zu und durch. “Merkel: „Wir können das!”

Realitätsfern ist auch die Reaktion der SPD auf das Hamburger Wahlergebnis. Die SPD fühlt sich als Wahlsieger und sieht eine Trendwende trotz erheblicher Verluste. Die SPD verliert in ihrer Hochburg Hamburg 6,4 Prozentpunkte und feiert dies als grossen Sieg, weil sie weiter den Bürgermeister stellen kann. Viel tiefer kann eine Volkspartei nicht sinken. Man hat “alles richtig gemacht”, nur, der Wähler hat das wohl nicht verstanden.

Die CDU macht im Prinzip den gleichen Fehler wie seinerzeit die SPD im Umgang mit den Linken, sie vernachlässigt fortlaufend ihre konservative Klientel. Das Ergebnis ist die AFD, die jedoch im Vergleich zu vorherigen Landtagswahlen ihr Ergebnis in Hamburg nicht verbessern sondern mit -0,8% erstmals leicht schwindenden Zuspruch hinnehmen muss.

Die SPD verspricht mit den Grünen und der CDU über eine Regierungsbildung reden zu wollen. Es wird jedoch in Hamburg eine Neuauflage von Rot/Grün geben.

  • vorl. Ergebnis          %             Diff.        Sitze            <—  vorläufiges Ergebnis (Korr. FDP-Ergebnis)
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  • SPD                       39,2            –  6,4          54
  • Grüne                    24,2           + 11,9         33
  • CDU                       11,2             – 4,7          15
  • Linke                       9,1            + 0,6          13
  • AFD                         5,3             – 0,8            7
  • FDP                         4,9             – 2,5            1
  • Andere                    6,1            + 1,9            –
  • Wahlbeteiligung     63,3 %   (2015 = 56,5 %)
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  • Weitere Informationen:
  • Wahlanalyse der Tagesschau.de
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