Roisdorf-Lindenberg: Straßenbaukosten auch dann, wenn dort nichts verändert wird?

kreuzweg-Lindenberg

(C) Lindenberg Heimatfreunde Roisdorf

Es lohnt sich, sich mit dieser Problematik zu beschäftigen, wenn man wie im Fall Roisdorf Lindenberg als Anlieger nicht mit Straßenbaukosten im Zusammenhang mit dem Ausbauplan der Straßen Oberdorfer Weg / Donnerstein in Roisdorf überrascht werden will. Aus diesem Grund haben wir eine kleine Anfrage an die Verwaltung gestellt, die auch beantwortet wurde.

Zunächst erweckt die Antwort der Verwaltung eine gewisse Logik. Na, ja, wenn der Lindenberg wirklich nur 35 Meter lang wäre. Das ist aber nicht richtig! Der Lindenberg ist eben keine Sackstraße sondern verbindet die Straße Ehrental mit dem Oberdorfer Weg über eine Länge von 392 Metern. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der untere Teil des Lindenberg nur für Anlieger, Feuerwehr, Notarzt etc. benutzbar ist. Dieser Umstand wird in der Antwort der Verwaltung schlichtweg unterschlagen. Insofern ist der Schluss der Verwaltung, dass man zurecht Straßenbaukosten erheben könne, ohne für den Lindenberg irgendwelche Baumaßnahmen treffen zu müssen aus unserer Sicht nicht haltbar. Außerdem ist der Lindenberg aus unserer Sicht eine historische Straße, für die man keinerlei Straßenbaukosten erheben darf. Und das erst recht nicht, wenn dort überhaupt keine Straßenbauarbeiten stattfinden!

Die betroffenen Bürger und Bürgerinnen des Lindenberg sollten sich hier anwaltlichen Beistand einholen.

Wir kritisieren auch den Umstand, dass die Verwaltung nicht den kompletten Schriftsatz der Fragestellung der ABB veröffentlicht hat. Dort sind nämlich die Hintergründe der kleinen Anfrage und die Begründungen für die Eigenständigkeit des Lindenberg erklärt. Ein Schelm, der sich dabei böses denkt!


Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema. Wir sind insbesondere an Kommentaren der vor Ort Betroffenen interessiert.


 

Ein Gedanke zu „Roisdorf-Lindenberg: Straßenbaukosten auch dann, wenn dort nichts verändert wird?

  1. Winand Flohr

    Hallo, liebe ABB, beim Ausbau der Friedrichstraße vor 3 Jahren hatten wir eine ähnliche Problematik. Ergebnis: Die Anlieger des Gehweges zur Bahn (Linie 18) brauchten keine Anliegerbeiträge zu zahlen, obwohl diese sogar unter der Anschrift Friedrichstraße firmieren. Hoffe, weitergeholfen zu haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Winand Flohr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.