Offener Brief an den Bonner General-Anzeiger

Auszug aus dem Artikel des GA vom 25.08.2020 auf Seite 17

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe mich auf Ihre Mitteilung in der Vorgebirgsausgabe des General-Anzeigers (GA) vom 25.08.2020 auf Seite 17. Dort schreiben Sie unter ABB:

“Die Aktiven Bürger Bornheim erklären, dass eine kurze Darstellung der zentralen Forderungen aus ihrem Wahlprogramm nicht möglich sei.”

Unterschlagen wird bei dieser Meldung folgendes:
– wir haben sehr wohl einen Text mit 730 Zeichen eingereicht

– unserer Wahlprogramm umfasst 24 Seiten
– es durften aber nur 730 Zeichen incl. Leerzeichen eingereicht werden

Ich zitiere die E-Mail, die uns der General-Anzeiger geschickt hat:

Sehr geehrte Damen und Herren, im Rahmen unserer Berichterstattung zur Kommunalwahl planen wir unter anderem eine Schwerpunktseite zu Bornheim. Dabei möchten wir auch den Parteien und Wählergemeinschaften die Gelegenheit geben, ihre Forderungen und Vorhaben kurz und pointiert darzustellen. Daher möchte ich Sie bitten/einladen, mir Ihre Forderungen, auf den Punkt gebracht, zu übermitteln. Da wir jede Partei/Wählergemeinschaft gleich behandeln, möchte ich Sie bitten, 730 Zeichen (Worddokument, inklusive Leerzeichen) nicht zu überschreiten. Setzen Sie gerne Schwerpunkte oder formulieren Sie in Stichworten.”

Ich zitiere hier den Text, den wir eingereicht haben samt Vorspann:

“Sehr geehrter Herr xxxxxx, es ist unmöglich unser sehr umfangreiches Kommunalwahlprogramm auf 730 Zeichen incl. Leerzeichen zu verkürzen. Bitte drucken Sie diesen Text. Mit freundlichen Grüßen Paul Breuer (ABB)”

Text: “Die Aktiven Bürger Bornheim (ABB) haben für die Kommunalwahl ein 24-seitiges Wahlprogramm erarbeitet. Alle wichtigen Bornheimer Themen sind im Programm ausführlich erklärt und daraus wurden unsere Forderungen abgeleitet. Das Programm ist im Internet der ABB aufrufbar.
https://www.aktivebuergerbornheim.de/
Das Programm wird in hoher Auflage an die Haushalte verteilt und kann auch als Papierversion bei uns angefordert werden. Wir bitten alle Bornheimer Bürgerinnen und Bürger, vor allem die Nichtwähler, an dieser Wahl teilzunehmen. Diesmal gibt es mit der ABB in Bornheim eine echte Alternative zu den etablierten Parteien. Bleiben Sie gesund und nehmen Sie bitte an der Wahl teil. Paul Breuer (1. Vorsitzender der ABB)”

Wir bedauern, dass der GA unseren Text nicht abgedruckt hat und damit den Eindruck erweckt, wir hätten keinen Text eingereicht. Wir weisen auch darauf hin, dass der GA unsere Pressemeldung zur Veröffentlichung unseres Wahlprogramms, die wir sogar 2-mal eingereicht haben ignoriert hat. Wir haben auch unser Wahlprogramm zweimal an den GA geleitet. Leider hat auch das zu keiner Reaktion im GA geführt.

Zitat aus der E-Mail an den GA:
Sehr geehrter Herr xxxxxxxx, 
in der Anlage schicke ich Ihnen unser Kommunalwahlprogramm und die dazu versendete Pressemitteilung noch einmal zu. Mit freundlichen Grüßen Paul Breuer (ABB)

Es liegt natürlich uneingeschränkt an der Redaktion einer Tageszeitung, was man druckt und was nicht. Wir hätten jedoch von einer unabhängigen Tageszeitung erwartet, dass ausgewogen, sachlich und inhaltlich korrekt berichtet wird und keine falschen Eindrücke durch “weglassen von Text” über die ABB verbreitet werden. Von einer Gleichbehandlung aller Bornheimer Parteien und Wählergemeinschaften kann in diesem GA-Artikel ja wohl keine Rede sein.

Wir verlassen uns aus unsäglicher Erfahrung aus der Vergangenheit schon lange nicht mehr auf eine seriöse und positive Berichterstattung in den öffentlichen Medien und Tageszeitungen über unsere Wählerinitiative. Aus diesem Grunde haben wir einen erheblichen Aufwand an Berichten im Internet und aktuell an Plakaten, Kandidatenflyern und Programmen zur Kommunalwahl 2020 betrieben, der sich mit Sicherheit positiv auf unser Wahlergebnis auswirken wird. Daran ändert auch die aktuelle Berichterstattung im General-Anzeiger vom 25.08.2020 nichts.

Mit freundlichen Grüßen
Paul Breuer (1. Vorsitzender ABB)

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15 Gedanken zu „Offener Brief an den Bonner General-Anzeiger

  1. Wilhelm C. Name von der Redaktion geändert)

    Kann mir mal einer sagen, warum eine Tageszeitung einen solchen Text nicht drucken kann?

    „Die Aktiven Bürger Bornheim (ABB) haben für die Kommunalwahl ein 24-seitiges Wahlprogramm erarbeitet. Alle wichtigen Bornheimer Themen sind im Programm ausführlich erklärt und daraus wurden unsere Forderungen abgeleitet. Das Programm ist im Internet der ABB aufrufbar. https://www.aktivebuergerbornheim.de/ Das Programm wird in hoher Auflage an die Haushalte verteilt und kann auch als Papierversion bei uns angefordert werden. Wir bitten alle Bornheimer Bürgerinnen und Bürger, vor allem die Nichtwähler, an dieser Wahl teilzunehmen. Diesmal gibt es mit der ABB in Bornheim eine echte Alternative zu den etablierten Parteien. Bleiben Sie gesund und nehmen Sie bitte an der Wahl teil. Paul Breuer (1. Vorsitzender der ABB)““

    Liebe GA-Redakteure, das ist ja wohl das Letzte. Schämt Euch!

  2. Paul Breuer Beitragsautor

    11.000 Exemplare sind in der Tat in dieser Größenordnung nicht alltäglich für Bornheimer Verhältnisse. Es waren 980 kg Papier. Die Finanzierung erfolgte über Mitgliedsbeiträge, Spenden von unseren Kandidaten, Einzelpersonen und auch nicht unerheblich von Bornheimer Gewerbebetrieben. Seit heute sind bis auf Notreste (ca. 50 Stück) alle Programme verteilt. Die Auflage für 11 verschiedene Kandidatenflyer war jeweils 2.500 Exemplare. Von diesen Flyern sind noch ausreichende Mengen vorhanden.

    Aktuell und fortlaufend können wir einen erheblichen Verlust von Wahlplakaten feststellen, die zunehmend spurlos verschwinden. Sogar verräterisch zurückgebliebene Kabelbinder werden inzwischen entfernt. Wir haben noch eine ausreichende Menge von roten Ersatzplakaten auf Lager. Der Ersatz von abgerissenen und verschwundenen Plakaten läuft schon.

  3. Paul Breuer Beitragsautor

    Antwort auf Kommentar Anneliese B.: Vielen Dank für die Anfrage. In Walberbegrg sind noch nicht alle Haushalte bedient. Das wird bis Sonntag Abend, den 30.08.2020 erledigt sein. Sollten wir nicht alle Haushalte erreicht haben, kann das Programm auch an unseren Infoständen abgeholt werden.

    – 28.08.2020 – 15 bis 18 Uhr – Suti-Center Roisdorf
    – 29.08.2020 – 09 bis 18 Uhr – Suti-Center Roisdorf

    Die Auflage unseres Wahlprogramm war 11.000 Exemplare. Es sind nur noch ca. 300 Exemplare vorhanden, die an den Infoständen ausgelegt bzw. auf Anforderung, wenn kein Internetanschluss vorhanden ist, individuell ausgeliefert werden können. SMS an 0151-72211101

  4. Anneliese B.

    Man hört, Ihr würdet Euer Programm an die Haushalte verteilen. In unserer Straße in Walberberg ist aber nichts angekommen. Ausverkauft? Wie hoch war denn die Auflage?

  5. Christian

    Danke für Ihr Programm, das ich vor ein paar Tagen in meinem Briefkasten hatte!
    Es überrascht mich nicht, dass der (unsägliche…) General-Verschweiger Ihnen die gleiche Behandlung verwehrt.
    Ich werte das als Auszeichnung!

    MfG, Thomas

  6. Paul Breuer Beitragsautor

    Sehr geehrter Herr Wörmann, vielen Dank für den Kommentar. Sie schreiben: “Als Zeitungsleser möchte ich keine Verweise auf Webseiten haben, sondern Informationen.” Diese Aussage ist richtig! 730 Zeichen incl. Leerzeichen sind eben mal schlappe drei Sätze. Da kann man aber nichts ordentlich erklären. Wir haben den Anspruch nicht einfach mal was so zu fordern, sondern es auch zu erklären und die Forderungen daraus abzuleiten. Das unterscheidet uns positiv von anderen Parteien in Bornheim! Wenn der General-Anzeiger uns mit 730 Zeichen dazu keine Gelegenheit gibt, hat er halt kein Interesse daran die Wähler/Innen umfassend zu informieren. Das haben wir nicht zum ersten Mal leidlich erfahren müssen. Wir vergleichen auch sehr wohl, was der General-Anzeiger auf Basis von Pressemeldungen der anderen Parteien berichtet. Fast alle unsere Pressemeldungen wurden ignoriert. Bei anderen Parteien ist das aber nicht so. Schauen Sie mal in unser Archiv der Pressemeldungen.

    https://www.aktivebuergerbornheim.de/politik/pressemitteilungen-der-abb/

    Dort sind alle Pressemeldungen aufgelistet incl. der Berichte der Zeitungen auf Basis unserer Pressemeldungen. Es ist schon ernüchternd zu sehen, wie viele Pressemeldungen ohne Beachtung im Sande verliefen. Schauen Sie auch einmal nach, was es für Themen waren, die von der Presse ignoriert wurden. Das spricht Bände!

  7. Horst Wörmann

    Liebe ABB, das habt ihr leider voll versemmelt. Die Vorgabe war klar und eindeutig. Die Chance, das Programm kurz und knackig vorzustellen – vertan. Als Zeitungsleser möchte ich keine Verweise auf Webseiten haben, sondern Informationen. Die anderen Parteien haben schließlich auch mehrseitige Wahlprogramme (sogar zT. gegendert, also unlesbar – das am Rande…), könnten also auch einfach auf ihre Webseite verweisen. Aber die haben ihre Chance genutzt! Der Leser möge sich vorstellen: alle Parteien verweisen nur auf ihr tolles, 50-seitiges Wahlprogramm im Internet – das macht doch keine ernstzunehmende Zeitung!

  8. Gregor D.

    Ist es nicht die eigentliche Aufgabe einer Zeitung über die Politik der Parteien unvoreingenommen und inhaltlich korrekt zu berichten? Grundlage ist doch wohl das Wahlprogramm der Parteien, oder irre ich mich da? Allein die Vorgabe von 730 Zeichen empfinde ich ausgesprochen lächerlich. Mich wundert eigentlich, warum sich nur die ABB geweigert hat ihre Programmatik derart zu verstümmeln. Eine Tageszeitung, die derart minimal berichtet hat ihre Daseinsberechtigung verloren. Solche Zeitungen braucht niemand! Was da geboten wird ist es nicht mehr wert pro Ausgabe 2€ zu zahlen. An ein Abo braucht man da wohl auch nicht mehr zu denken.

  9. Manfred Hahn

    Natürlich ist die ABB nicht wie andere Parteien Systemkonform. Sie haben leider die gemachten Spielregeln des Mainstream nicht beachtet. Es waren doch durch den GA Vorgaben gemacht. Vorgaben müssen eingehalten werden, und mit dem Hinweis das das Wahlprogramm der ABB nicht auf 730 Zn. verkürzen wollen, ist die ABB (für den GA besonders erfreulich) raus.
    Und wenn die ABB raus ist, wird das auch noch mit verfälschten Erklärungen dokumentiert.

    Nun zur Erkenntnis, was der GA dann entsprechend von den einzelnen Parteien veröffentlicht hat: (Ein Schelm wer böses dabei denkt)

    SPD 1010 Zn
    Linke 949 Zn
    CDU 927 Zn
    Grüne 858 Zn
    FDP 833 Zn
    UWG 817 Zn

    Die ursprüngliche Vorgabe (730 Zn) wurde zwar von allen nicht eingehalten,
    aber so ist doch mindestens grob, die Rangordnung unseres derzeitigem System (was bitte schön so bleiben sollte !!) durch den Bonner Generalanzeiger vertreten.
    Nur durch Wahl der ABB ist da noch ein bisschen was zu ändern.

  10. Klaus G. Friedrich Eisemuth

    Hallo, das ist ja wieder typisch für die doch so freie Presse. Kleine Parteien sollen Ihr Wahlprogramm auf 730 Zeichen kürzen und dann damit eine Aussage an die Bürger/innnen treffen. Wo doch bekannt ist das die ABB ein 24 seitiges Wahlprogramm hat und auch schon in Papierform verteilte. Das ist einfach absurd und bedarf eigentlich keines Kommentars.

    MfG. Klaus G. Friedrich Eisemuth

  11. Konrad F.

    Deutlicher kann der Generalanzeiger seine Abneigung gegenüber der ABB nicht zeigen. Das Letzte!

  12. Schmitz

    Das ist ja heftig, was sich der General-Anzeiger da geleistet hat. So etwas geht doch gar nicht. Darf die ABB nicht schreiben was sie für richtig hält? Eine Zeitung, die verlangt auf 730 Zeichen zu reduzieren, was eng gedruckt auf 19 Seiten ABB-Programm geschrieben steht, hat jeden Bezug auf Realität verloren. Wer auch immer dafür beim GA verantwortlich ist, hat von seriöser Berichterstattung und Gleichbehandlung aller politischen Kräfte in Bornheim nichts verstanden. Das alles ist für mich ein Grund mehr ABB zu wählen.

  13. Georg Meier

    Ich war weit mehr als 30 Jahre Abonnent des General-Anzeigers. In den letzten Jahren wurden die Berichte, gerade im politischen Bereich, unausgewogener und tendierten immer mehr in eine Richtung. Von einer objektiven Berichterstattung hat sich der GA so langsam verabschiedet. Es passen nur noch einheitliche Meinungsbilder ins Schema. Da passt die ABB natürlich nicht hinein, weil sie auch unangenehme, brisante Themen aufwirft, die normal unter den Tisch gekehrt werden.
    Mein Abo beim GA habe ich aus diesem Grund vor einem halben Jahr gekündigt.

  14. Norbert Bollenbeck

    Bisher hatte ich immer den Eindruck das die Redaktion auch kritische Stimmen hört und diesen Raum gibt. Erst kürzlich hatte ich einen kritischen Leserbrief zur Bornheimer Kommunalpolitik geschrieben, den der GA auch ohne sachliche Änderungen und Verzerrungen abgedruckt hat.

    Ich war durchaus irritiert nachdem ich den Artikel heute gelesen habe und hatte tatsächlich den Eindruck, dass sich hier die ABB der Presse verweigert. Insofern bin ich froh, dass dies nun richtig gestellt wurde.

    Diese Art der Berichterstattung -wie heute erfolgt- kann durchaus nicht mehr als objektiv, sondern als Meinungsmache gesehen werden. Auch wenn man der ABB nicht in jedem Punkt zustimmen mag so geht es im wesentlichen um die Freiheit der Meinung und des Denkens sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Kommunalpolitik.

    Ein “Weiter wie bisher” sollte es in Bornheim nicht geben. Dafür steht nur die ABB. Jedem Bürger sei die Lektüre des Programms der ABB empfohlen. Schauen Sie in Ihren Briefkasten, wahrscheinlich liegt es schon drin.

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