Wer soll Beigeordnete(r) der Stadt Bornheim werden?

Bülow_Wirtz3. erweiterte Fassung (Presse, Kommentar ABB): Vielen Dank für 1.227 Artikelaufrufe (24.05.2016).

Die Stadt Bornheim hat die frei gewordene Stelle des Sozialdezernenten ausgeschrieben. Insgesamt haben sich 23 Personen auf die Stelle beworben. In die engere Wahl gekommen sind 4 Personen. Auf der Sitzung des Hauptausschusses vom 12. Mai 2016 wurden dem Rat (Sitzung vom 24. Mai 2016; 18 Uhr) 2 Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. Dieses Abstimmungsergebnis war einstimmig bei einer Enthaltung der ABB. Der Kandidat Hans Dieter Wirtz ist in Bornheim kein Unbekannter. Er ist zur Zeit Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bornheim. Die Kandidatin Alice von Bülow ist bisher in Bornheim unbekannt, wird jedoch von Insidern der SPD zugerechnet. Getreu einer Tradition der ABB befragen wir hier die Bürgerinnen und Bürger von Bornheim. Wen möchten Sie als Beigeordnete(r) der Stadt Bornheim haben? Die ABB wird über das Votum im Rat auf einer offenen Vorstandssitzung am 24. Mai 2016 entscheiden. Dabei wird das Abstimmungsergebnis berücksichtigt werden!

NEU:  Inzwischen wurde bekannt, dass die CDU-Fraktion die Kommunalaufsicht eingeschaltet hat, weil sie der Meinung ist, die Bewerberin Alice von Bülow sei nicht ausreichend qualifiziert. Diese mangelnde fachliche Qualifikation wurde von der Kommunalaufsicht auch schriftlich bemängelt. Im Falle einer Wahl von Frau Alice von Bülow kündigte die Kommunalaufsicht eine Beanstandung an. Was soll man da  noch sagen? Das alles ist aus unserer Sicht nur noch peinlich. Wie schreibt zutreffend der General-Anzeiger: “Geschacher um Beigeordneten-Amt.” Die ABB hat sich an diesem Geschacher nicht beteiligt und wird das auch in Zukunft nicht tun! Wenn die etablierten Parteien samt UGW und Linken im Bornheimer Rat noch einen Rest von Feingefühl und politischem Anstand haben, dann beenden sie schnellstmöglich diese Farce und schreiben die Stelle neu aus und starten das ganze Prozedere von Neuem. Diesmal mit öffentlicher Beteiligung und nicht wieder im Hinterstübchen (interfraktionelle Besprechung) mit nur 6 Fraktionsvorsitzenden (CDU, SPD, Grüne, UWG, FDP, Linke).


Auf Anfrage der Bonner Rundschau haben wir wie folgt geantwortet:

  • Anfrage: “Hallo, Herr Breuer, ist es richtig, dass Sie an der nichtöffentlichen Vorstellungsrunde nicht teilgenommen haben? Wenn ja, warum nicht? Beste Grüße aus Bonn von Jacqueline Rasch  Bonner Rundschau”
  • Antwort: “Hallo Frau Rasch, weil die Vorstellungsrunde nicht öffentlich war. Laut unserem Kommunalwahlprogramm wollen wir Transparenz und möglichst viel Öffentlichkeit. So wie es aussieht wollen hier zwei Gruppen im Rat jeweils ihren Kandidaten durchdrücken. Bei so etwas muss ich persönlich nicht zwingend mitwirken. Wir von der ABB entscheiden gemeinsam, wen ich im Rat unterstützen soll. Dabei wird auch die Option keiner von beiden ein Thema sein. Wir haben eine Online-Umfrage gestartet. Bei bisher 625 (aktuell 1.200 Aufrufen des Artikels im Internet haben aktuell nur 86 Personen (aktuell 141) an der Umfrage teilgenommen. Das zeigt doch sehr deutlich, was die Bürger von diesem nichtöffentlichen Pöstchengeschacher halten. Gruß Paul Breuer (ABB)

Wir weisen darauf hin, dass wir eine Bewerbung aller Kandidaten in der Kommentarfunktion veröffentlichen würden. Dies ist leider aus Gründen des Datenschutzes durch die Redaktion ohne Zustimmung der Bewerber nicht möglich.


Wer soll Beigeordneter in Bornheim werden?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema. Benutzen Sie bitte die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.


6 Gedanken zu „Wer soll Beigeordnete(r) der Stadt Bornheim werden?

  1. Ulrike Grüsgen

    Es sollte jemand diesen immerhin sehr gut dotierten Posten bekommen, der wirkliches Interesse an Kinder- und Jugendarbeit hat, besonders, wo jetzt mit vielen (ausländischen) benachteiligten Jugendlichen zu rechnen ist. Ein untrügliches Zeichen von Interesse ist, wenn jemand mehrere eigene Kinder hat, egal ob Mann oder Frau. Natürlich ist Engagement im Jugendsport oder bei den Pfadfindern oder bei anderen Organisationen genauso ein Anzeichen dafür. Diese sehr gut bezahlte Position bringt mit sich, dass man auch manchmal völlig außerbeamtenmäßige Arbeitszeiten hat. Welcher Mutter sag ich das????????

    Viele, in manchen Fällen hauptsächliche, Qualifikationen erwirbt man im Ehrenamt, im Familienmanagement oder in nebenberuflichen Tätigkeiten, in die man sich engagiert einbringt. Sich im kommunalen Geschehen und den notwendigen, für die meisten Leute langweiligen Prozesse einzubringen ist absolut anerkennenswert, und ich gönne jedem, der das langfristig macht, eine ordentliche Extraportion Geld auf dem Konto!!!!! Wirklich!!!!
    Abseits der Öffentlichkeit und eher im Hintergrund Verantwortung für die zukünftige Generation zu übernehmen darf aber nicht geringer bewertet werden.

    Noch hat Bornheim keine 60.000 Einwohner, ist aber kurz davor. Dann ist Bornheim eine “große kreisangehörige Stadt”. Dann brauchen wir mindestens einen Beigeordneten mit Befähigung zum Richteramt, d.h. zweites juristisches Staatsexamen.

  2. Knut Schneider

    Mit großem Erstaunen und Fassunglosigkeit habe ich die Berichterstattung über die Wahl zu einem Beigeordneten verfolgt. Ich frage mich, wieso aus 24 Bewerbern gerade jemand dem Rat zur Abstimmung vorgestellt wurde, der angeblich nicht die erforderliche Qualifikation besitzt. Im Vorfeld war bei der Auswahl doch auch mindestens der Hauptausschuss beteiligt. Wo war da die CDU? Was ist das für ein Verhalten die Kommunalaufsicht bereits im Vorfeld einzuschalten, nur in der Hoffnung den eigenen Kandidaten so besser durchzubringen??
    Warum wird Frau von Bülow, ganz egal ob im Besitz der Qualifikation (man kann sich auch einarbeiten) oder nicht, so beschädigt?
    Das Verhalten der CDU Bornheim ist absolut nicht mehr nachzuvollziehen. Immer wird auf Konfrontation gesetzt. Wann verstehen sie das? (Königstraße, Reiterhof, wahrscheinlich Wasser und jetzt das?)

  3. Paul Breuer Beitragsautor

    Eine Onlineumfrage kann nicht repräsentativ sein. Das geht nur, wenn nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten bestimmte Personengruppen befragt werden. Ob hier eine Partei bei ihren Mitgliedern auf diese Onlineumfrage hingewiesen und zur Teilnahme aufgerufen hat ist möglich, aber nicht belegbar. Wir können nur sagen, dass nur ca. 15 % derer, die diesen Artikel gelesen (angeklickt) haben, auch abgestimmt haben. Das ist vergleichsweise zu anderen Umfragen auf unserer Seite wenig.

  4. Peter Müller

    Da durch die heutige Berichterstattung in der Presse mehr Aufmerksamkeit auf diese Abstimmung gelenkt wird, möchte ich gerne eine Beobachtung vom Samstag öffentlich machen. Da fiel mir auf, dass, nachdem Frau v. Bülow leicht in Führung lag, Herr Wirtz innerhalb 3 Stunden ca. 30 Stimmen bekam. Da zuvor Frau Kretschmer von der CDU hier einen Kommentar hinterlassen hatte, ist meine Schlussfolgerung, dass hier eine kleine Aktion der CDU vorliegt und das Ergebnis damit nicht mal ansatzweise repräsentativ sein dürfte, auch wenn ich die Idee einer Abstimmung an sich gut finde!Es sei jedem überlassen, daraus seine eigenen Schlüsse zu ziehen!

  5. Franz-Josef Weyer

    Herr Wirtz wird mit Sicherheit die größeren Erfahrungen aus seinem Berufsleben haben. Für mich gesehen ist er zu alt und zu eingefahren in das System der Stadt Bornheim. Im Bereich der Stadtentwicklung, konnte ich bisher nicht erkennen, das er wesentliches für Widdig geleistet hat. Frau von Bülow ist unbekannt und somit schwer einzuschätzen. Die Nähe zur SPD ist auch kein wirklicher Vorteil. Ich denke es sollte jemand ganz unbelasteter machen, der das Rathaus entstaubt und frischen Wind in das Gebäude bringt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.