Stadt-Bornheim: Unermüdlicher Kämpfer für den Landschaftsschutz in Hemmerich

Die Überschrift ist kein Witz. Nein nein, die Stadt muss ausdrücklich “gelobt” werden. So wie es aussieht hat sie tatsächlich einen Zaun von 270 Metern Länge und einen kleinen zweiseitig offenen Unterstand für zwei Kleinpferde verhindert und den Pächter einer Fläche im Landschaftsschutzgebiet in Hemmerich mitsamt seinen 2 Kleinpferdchen “erfolgreich vertrieben”.

Leider sprechen wir hier nicht vom “landwirtschaftlich privilegierten Hobby-Reiterhof” in Bornheim-Roisdorf. Da sieht die Sachlage schon ganz anders aus. Nach dem Motto “think big” kann man dort, ebenfalls im Landschafts- und Naturschutzgebiet, mit tatkräftiger Hilfe der Stadt Bornheim und der Kreisverwaltung Rhein-Sieg einen “privilegierten Hobby-Reiterhof” für 40 Pferde bauen. So wie es aussieht, wird da wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen.

Der WDR hat sich mit dieser, aus unserer Sicht völlig unnötigen und kuriosen Aktion der Bornheimer Stadtverwaltung mit einem WDR Fernsehbeitrag ausführlich beschäftigt. Es lohnt sich diesen WDR-Beitrag anzuschauen. Es lohnt sich auch den Schriftverkehr, den uns die Familie Marx aus Hemmerich zur Veröffentlichung überlassen hat, einmal genau durchzulesen.

Wie schon an anderer Stelle von uns im Internet beschrieben, in Bornheim ticken alle Uhren anders. Gerade mit Hinblick auf die Diskussion um den Reiterhof wird deutlich, die Stadt könnte schon, wenn sie nur will! Dazu möge unser Internetartikel einen Beitrag leisten. Es möge sich auch jeder Bornheimer seine eigene Meinung bilden …..


Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema. Bitte benutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende das Artikels.


 

 

Ein Gedanke zu „Stadt-Bornheim: Unermüdlicher Kämpfer für den Landschaftsschutz in Hemmerich

  1. Guido Marx

    Ergänzungen Thema:

    1. Ein Gespräch mit Herrn Bürgermeister Henseler verlief wie folgt:

    Ich führte als Argument für unseren Zaun an, dass wir ausschließlich positive Resonanz von Nachbarn und Spaziergängern erhalten haben und stellte die Frage, warum man nicht den Bürger befragt?
    Zitat Herr Henseler: „Wenn wir den Bürger fragen, dann fahren wir in der Ortschaft 70 km/h.

    Dann stellte ich die Frage, wie sich die drei Gebäude im Nachbarort Waldorf (Am Heerweg) in die Natur einfügen?
    Zitat Herr Henseler: „ da fehlt ihnen wohl die Fachkompetenz“

    Nach meiner Anmerkung, dass man am Beispiel des Berliner Flughafens sehen könnte, wie es um die Fachkompetenz von Politikern bestellt ist, erklärte Herr Henseler das Gespräch für beendet!
    Souveränität sieht anders aus!

    2. Das Zitat des Herrn Schier in der Bonner-Rundschau vom 06.April „Wer Pferde im Vorgebirge halte, solle sie in vernünftigen, betreuten Stallungen unterbringen und nicht in einem Holzverschlag auf der Weide“ möchte ich wie folgt kommentieren:

    Mit diesem Zitat wird überdeutlich, dass das Thema Pferdehaltung nicht zu den Kernkompetenzen des Herrn Schier zählt. Und bei den Stichworten “betreuten“ und „unterbringen“ könnte man auf den Gedanken kommen, dass gewisse Menschen auch einer betreuten Unterbringung bedürfen, aber bestimmt nicht in vernünftigen Stallungen!
    PS: Bei Isländern handelt es sich um Robustpferde, die auf einer vernünftig eingezäunten Weide mit einem Unterstand wesentlich besser untergebracht sind als in geschlossenen Stallungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.