Endlich weicheres Wasser für Bornheim – Rat bestätigt Beschluss des Betriebsauschusses! (4. erw. Fassung)

Der Betriebsausschuss der Stadt Bornheim hat auf seiner Sitzung vom 4. September 2014 beschlossen, zukünftig nur noch weiches Wasser aus der Wahnbachtalsperre zu beziehen. Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte aus unserer Informationsschrift:

Flugblatt der ABB zur Wasserversorgung 06-09-2014

Als 2. Nachtrag möchten wir hier noch die Analysewerte des Wesselinger Uferfiltrats und des zukünftigen Wassers aus der Wahnbachtalsperre als PDF-Link einstellen. Hier mag sich jeder selbst seine Meinung zur Wasserqualität bilden:

3. Nachtrag: Die wichtigsten Analysewerte haben wir hier gegenüber gestellt:

  •                     Wahnbach-Wasser    Wesselinger Wasser
  • Calzium                  37,9                                84,3
  • Magnesium              7,7                                 13,7
  • Natrium                  17,15                               46,7 
  • Kalium                     3,4                                   6,0
  • Colorid                   30,0                                 70,1
  • Nitrat                      20,0                                 22,2
  • Sulfat                     32,2                                 75,2
  • Gesamthärte           7,07                               14,94
  • PH-Wert                  7,9                                   7,4

Neuregelung der Härtebereiche

Am 1. Februar 2007 wurde vom Deutschen Bundestag die Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes (WRMG) beschlossen, das am 5. Mai 2007 in Kraft getreten ist. Darin wurden u. a. die Härtebereiche an europäische Standards angepasst. Die neuen Härtebereiche unterscheiden sich kaum von den bisherigen, nur werden die Bereiche 3 und 4 zum Härtebereich „hart“ zusammengelegt. Nach dieser Einteilung ist das Wasser aus der Wahnbachtalsperre (WTV) als weich und das Wasser aus Urfeld (WBV) als hart zu bezeichnen. Die neuen Härtebereiche sind wie folgt definiert:

Härtebereich Millimol Calciumcarbonat je Liter °dH
weich weniger als 1,5 weniger als 8,4 °dH
mittel 1,5 bis 2,5 8,4 bis 14 °dH
hart mehr als 2,5 (gilt derzeit für Bornheim) mehr als 14 °dH

4. Nachtrag: Inzwischen hat der Rat der Stadt Bornheim den Beschluss des Betriebsausschusses mit den Stimmen von ABB, CDU und den Grünen ausdrücklich bestätigt. Im Rat wurde beschlossen:

  • Der Rat der Stadt Bornheim –
  • beschließt, dass bestehende Angebot des Wahnbachtalsperrenverbandes zu den dort genannten Konditionen anzunehmen, damit zeitnah eine Versorgung erfolgen kann.
  • beauftragt den Bürgermeister, alle notwendigen Schritte hierzu einzuleiten.

Wir gehen jedoch davon aus, dass der Bürgermeister diesen Beschluss nicht umsetzen wird. Wir werden u. U. Zeuge einer weiteren Beanstandung, analog dem Vorgehen zur Königstraße.

Schreiben sie uns Ihre Meinung zum Thema:

  • Würden Sie für erheblich weicheres Wasser Mehrkosten akzeptieren?
  • Sind Sie mit dem harten Bornheimer Wasser zufrieden?

Auf Wunsch veröffentlichen wir Ihre Zuschrift am Ende des Artikels. Benutzen Sie bitte für Ihre Meinung das unten stehende Formblatt.

6 Gedanken zu „Endlich weicheres Wasser für Bornheim – Rat bestätigt Beschluss des Betriebsauschusses! (4. erw. Fassung)

  1. Georg Frinke - Bornheim

    Die Mehrkosten sind eine Seite, hier in Bornheim sagt man immer “Qualität kost!”. Auf der anderen Seite stehen Reparaturkosten für Wasserschäden in verschiedenen Immobilien, die dermaßen teuer waren, dass man damit die nächsten hundert Jahre Wasserrechnungen bezahlen kann.Toll, daß Ihr die Stirn habt, Euch dieser Lobby gegenüberzustellen. Ganz offensichtlich will hier ein Bauer sein Wasser weiterhin günstig bereitstellen. Die vorgehaltenen Hartz-IV Empfänger, die sich die Mehrkosten nicht leisten können, erscheinen da wirklich scheinheilig, wenn man sich die Anführer dieser Interessenvertretung anschaut. Ich hoffe, daß Herr Lenzen, Herr Stadler und Herr Decker auch an anderer Stelle die Interessen der Ärmsten der Armen so vehement vertreten hat anstatt sie für ihre billigen Interessen zu instrumentalisieren. Es ist deutlich erkennbar, daß die Gestaltung des Bürgerbegehrens professionell erfolgte. Die Redner vor dem Toom Markt waren gut geschult! Widerlich wenn da noch von “Demokratie” gesprochen wird! Ich hoffe, daß der Rat sich durchsetzt – Ich würde sogar so weit gehen: Wenn CDU UND Grüne gemeinsam etwas fordern, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine technokratische Notwendigkeit! Traurig, daß die SPD, hier die Augen verschließt, denn gutes Wasser zeichnet sich nicht nur durch eine niedrige Härte aus, sondern auch durch eine niedrige Belastung an Medikamentenrückständen, die in geringsten Spuren bei langfristiger Aufnahme verheerende Wirkung haben können. Ein Extrembeispiel auf die Schnelle:
    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/unfruchtbarkeit-stoerung-aus-dem-wasser_aid_363229.html
    Und ein bischen Insiderwissen: Leachables & Extractables ist in meiner Firma ein Thema, in dem viele kluge Menschen seit einigen Jahren forschen und wichtige interessante Dinge feststellen – in unserer Firma findet bereits ein technisch ökologisches Umdenken statt!

  2. Wolfgang K. (Sechtem)

    Nach mehrfach verstopften Rohren durch Kalk (ca. alle 4 Jahre) beschäftigen wir uns gerade mit dem Kauf einer Weichwasseranlage. Wir würden aber lieber mehr fürs Wasser bezahlen statt diese teure Anschaffung zu tätigen. Die selbstherrliche Haltung der SPD, besonders die unsachlichen Ausführungen von Herrn Züge (“Wasser fließt nicht bergauf” Rundschau) sind absolut inakzeptabel. Ich kenne einige Sechtemer die Probleme mit dem harten Wasser haben. Herr Züge, Ortsvorsteher von Sechtem, kennt diese Problem wohl nicht. Schade.

  3. Hermann N. (Widdig)

    Die zukünftige Einspeisung von weichem Wasser ist erfreulich. Endlich passiert etwas. Für hochwertiges weiches Wasser ist ein Mehrpreis zu verkraften, weil dadurch auch erhebliche Minderkosten an Wasch- und Entkalkungsmitteln anfallen.

  4. Franz-Josef Weyer

    Endlich gerät einmal Bewegung in die Sache mit unserem Trinkwasser. Es wäre ein Segen wenn wir das Wasser aus der Wahnbachtalsperre beziehen würden. Die zu erwartenden Mehrkosten bin ich gerne bereit zu bezahlen, denn der Entkalker für die Kaffeemaschine, die Reparaturen an Waschmaschine, Armaturen und den Waschbecken sind mit Sicherheit teurer als die geschätzten Mehrkosten. Desweiteren sollte man auch die schlechte Qualität des derzeitigen Wassers nicht aus den Augen verlieren. Die Werte für Gesamthärte, Clorid, Natrium und Calzium sind schon bedenklich. Es wird wirklich Zeit das etwas passiert.

  5. Paul Breuer Beitragsautor

    Die Mehrkosten für den Verbraucher kann man zum jetzigen Zeitpunkt der Planung noch nicht genau berechnen. Man muss in Bornheim für einen durchschnittlichen Haushalt mit 4 bis 5 € pro Monat rechnen, also ca. 48 bis 60 € im Jahr. Wir gehen davon aus, dass diese Mehrkosten durch Minderkosten im Haushalt ausgeglichen werden. Nähere Angaben zu den Minderkosten im Haushalt haben wir im Artikel und im Flugblatt der ABB vom 6. September 2014 beschrieben (Siehe Link zum Flugblatt_Wasserversorgung_06_09-2014 im Artikel).

  6. Markus Reiz

    Weicheres Wasser hilft Kosten zu sparen, daher würde ich auch Mehrkosten akzeptieren.Um wie viel ist in Gebieten mit Warnbachtalsperrenwasser das Wasser denn teurer?

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