Ohne Frieden wird es keine Zukunft für uns geben.

Die Aktiven Bürger Bornheim (ABB) haben sich auf kommunaler Ebene zusammen geschlossen, um die Belange der Bürgerinnen und Bürger im Rat und in den Ausschüssen der Stadt Bornheim zu vertreten. Wir sind unabhängig von Parteiklüngel und falscher Rücksichtnahme. Wir wollen unsere demokratischen Rechte wahrnehmen und wir setzten uns für mehr Demokratie in Bornheim ein. Das bedeutet, dass wir uns als politisch aktive Bürgerinnen und Bürger in die lokale Politik in Bornheim einmischen, Fragen stellen, Antworten einfordern und Alternativen aufzeigen, die der Verwaltung und den etablierten Parteien oft sehr unangenehm sind.

Oft geht der Blick der ABB über Bornheim hinaus, wenn die Landes-, Bundes- und Weltpolitik negativen Einfluss auf unser Leben in Bornheim hat. Dies sehen wir unter anderem beim Thema Frieden.

„Ohne Frieden, ist alles nichts“ hat Willy Brandt einmal gesagt und er hat Recht. Wir brauchen Frieden, innerhalb der Familien, in unserer Stadt, in unserem Land und weltweit, damit wir ohne Angst und Leid ein friedliches Leben führen können.

Erich Kästner meinte: „Glaubt nicht, ihr hättet Millionen Feinde. Euer einziger Feind heißt – Krieg.“

Ja, wenn es der Bevölkerung gelingt, den Krieg als Mittel der Politik abzuschaffen, wird die Demokratie und die Mitbestimmung der Menschen einen Sieg davon tragen. Bisher ist es eine Utopie. Alles was mit Krieg zu tun hat, wie die Kriegswaffen-Produktion bis zum Militär würde weltweit abgeschafft werden, dann hätten wir genug finanzielle Mittel, um alle aktuellen Probleme aus der Welt zu schaffen. Es würde die Umwelt geschont, Ingenieure würden ihre Kapazitäten nicht für die Erfindung neuer Waffensysteme verschwenden, sondern würden zum Wohle der Menschheit eingesetzt, die Machtelite müsste sich auf demokratischen Wege bewegen. Das würde heißen, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf internationaler Bühne leben. Es ist schon verwunderlich, dass z.B. der Westen immer von Demokratie spricht, sie aber gegenüber schwächeren Ländern nicht selbst umsetzt, sondern mit Gewalt bzw. Krieg droht und durchführt, wenn ihnen der wirtschaftliche Zugang eines Landes nicht uneingeschränkt offen steht.

Wir müssen Abschied nehmen von der „Sicherheitslogik“ die auf Gewalt aufbaut und die durch sie ausübende Gewalt, neue Gewalt hervorbringt. In der Sicherheitslogik wird es nie ein Ende der stattlich organisierten Gewalt geben, da sie selbst die Gewalt nährt und weitere Terroristen schafft.

Man muss sich Fragen, warum die Bundesregierung und fast alle etablierten Parteien mittlerweile der Meinung sind, dass mehr Verantwortung für die Welt zu übernehmen, heißen soll: mehr Rüstungsexporte und aktive Kriegs-Teilhabe. Richtige Verantwortung für die Welt, würde heißen den Hunger, sowie Unwissenheit zu bekämpfen und sich für eine gerechtere, friedlichere Welt ein zu setzten. Die ehemalige Verteidigungsarmee der Bundesrepublik ist nun eine Armee im ständigen internationalen Kriegs- und Waffen-Ausbildungs-Einsatz geworden. Die Politiker verstoßen sogar gegen geltendes Recht, z.B. dem Grundgesetz , den 2-Plus-4-Vertrag und dem Völkerrecht. Vor allem agieren sie gegen den Willen der Bevölkerung, die zur Zeit zwar still hält, aber in Umfragen ganz eindeutig gegen Rüstungsexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr ist. Die Politiker vertreten in der Frage also nicht die Interessen der Bevölkerung. Es stellt sich die Frage: Welche Interessen vertreten sie tatsächlich, wenn nicht die der Mehrheit des Volkes?

Bert Brecht hat 1952 in Wien, beim Wiener Völkerkongress für den Frieden, in seiner Rede folgendes gesagt, das heute noch uneingeschränkt Geltung hat:  „Das Gedächtnis der Menschheit für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz, Ihre Vorstellungsgabe für kommende Leiden ist fast noch geringer. Die weltweiten Schrecken der vierziger Jahre scheinen vergessen. Der Regen von gestern macht uns nicht nass, sagen viele. Diese Abgestumpftheit ist es, die wir zu bekämpfen haben, ihr äußerster Grad ist der Tod. Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote, wie Leute, die schon hinter sich haben, was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen. Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“

Nach dem internationalen Völkerrecht sind Kriege verboten. Das Völkerrecht, wurde in der letzten Zeit, vor allem von den Nato-Staaten mehrmals gebrochen. Insbesondere die USA und ihre Verbündeten haben im arabischen Raum Chaos und Elend mit ihrer militärischen Gewalt  gebracht. Ein Resultat davon sind die Millionen Kriegs-Flüchtlinge die nach Europa und Deutschland drängen, damit sie Sicherheit haben. Wie immer, verdienen am militärischen-industriellen Komplex nur einige wenige viel Geld damit und die Allgemeinheit muss die Folgen dafür bezahlen. Kriege lohnen sich nicht für die Bevölkerungen, aber für einige wenige, die Geschäfte damit machen. Wir als Volk müssen uns vor der Geißel des Krieges befreien, indem wir als Einzelne und zusammen für den Frieden eintreten. Wir sollten es nicht länger stillschweigend hinnehmen, dass wir jederzeit mittels Knopfdruck mit Atombomben vernichtet werden können. Bisher hatten wir viel Glück gehabt, dass es nicht so weit gekommen ist. Doch wollen wir uns nicht weiter auf unser Glück allein verlassen. Womöglich verdanken wir z.B. Stanislaw Petrow, der am 19.05.2017 verstorben ist, die Abwendung eines Atomkrieges. Als leitender Offizier in der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung, hat es am 26.09.1983 einen vom System gemeldeten Angriff der USA mit Atomraketen auf die damalige UDSSR als Fehlalarm eingestuft. Es gibt noch weitere Beispiele, wie es im „Kalten Krieg“ beinahe zum 3. Weltkrieg gekommen wäre.

Wenn wir den verbalen Schlagabtausch zwischen dem amerikanischen Präsidenten der USA, Donald Trump und dem nordkoreanische Führer Kim Jong-Un mit Stauen verfolgen, weil es sich auf einem „Sandkasten-Niveau“ abspielt, können wir mit erschrecken erkennen, dass unser Leben an seidenen Fäden hängt. Hier können wir eindeutig feststellen, die Politiker und Militärs sind nicht so rational wie die Bevölkerung sich gerne einredet, damit sie in ihrer Bequemlichkeit verharren bleiben können. Wer stillschweigend alles hinnimmt, fördert und unterstützt die momentane Situation.

Vor jedem Krieg beginnt eine Aufrüstungsspirale, wie uns z.B. die Geschichte des 1. und 2. Weltkrieges lehrt. Wir befinden uns wieder in einem „Kalten Krieg“ 2.0. Die neue Aufrüstungsspirale nimmt immer größere Dimensionen an. Abrüstungsverträge und Rüstungskontrolle mit Russland wurden von der USA einseitig gekündigt.

Die Rüstungsausgaben von Deutschland wird, wenn die 2% Rüstungsquote vom Bruttosozialprodukt der Nato umgesetzt wird, sich fast verdoppeln. Dieser mehrere 10 Mrd. teure Aufrüstungs-Beschluss wurde ohne lange Diskussion, über Sinn und Unsinn, beschlossen. Wenn man bedenkt, dass Russland nur ca. 60 % des Bruttosozialprodukt von Deutschland hat und insgesamt im Verhältnis zur Nato nur 8% der Rüstungsausgaben hat, dann fragt man sich, wo den die große Bedrohung seitens Russland besteht. Zudem hat die Nato-Osterweiterung der ehemaligen Ostblockländer, Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Albanien, Kroatien, die 3 baltischen Staaten, Estland, Lettland, Litauen, sowie Montenegro die Nato-Grenze immer näher an die russische Grenze verschoben. Seit 2016 werden von der Nato insbesondere der USA immer größere Soldaten-Kontigente und Kriegsmaterial in den ehemaligen Ostblockstaaten verbracht. Wer wird hier von wem bedroht? Das starke Interesse der USA ein Raketenabwehrsystem in Europa aufzubauen, soll die Zweitschlagkraft von Russland nahezu ausschalten helfen.

Aber wo führt uns diese Entwicklung der ständigen Aufrüstung hin? Wenn wir nichts dagegen tun und stillschweigend die Vorbereitungen zum Krieg hinnehmen, wird uns die Dynamik der Konfrontations-Politik zu unserer eigenen Vernichtung führen.

Das müssen wir durch aktive Friedenspolitik verhindern.

Dieter Riebe (ABB)

Ein Gedanke zu „Ohne Frieden wird es keine Zukunft für uns geben.

  1. Adelheid Wirtz

    „Friede- Aufbau dann Krieg- Zerstörung, Friede- Aufbau dann Krieg- Zerstörung, ….“

    Der hierfür einzige Sinn oder Unsinn ist die Schaffung und der Umlauf einer besonders in der heutigen Zeit unglaublichen Geldmenge, die von den zuständigen Banken (z.B. USA/ „FED“, EU/ „EZB“ und übergeordnet die „BIZ“ (2*) in Basel ) aus dem Nichts gezaubert (1*) wird. Ohne dieses Geld wären die Kriege und der anschließend nötige Wiederaufbau nicht finanzierbar. Dieses Geld wird jedem der die erforderlichen Sicherheiten bietet als Kredit, auch für die Kriegsführung, zur Verfügung gestellt. Nur der Gewinn zählt. Freund oder Feind, es spielt keine Rolle. Es ist ein menschenverachtendes, gefühlskaltes, übles, heimtückisches aber auch primitives Spiel der Intrigen und Kriegstreiberei einer Elite ohne Skrupel und Vaterland. Das Kriegshandwerk bringt für sie die höchste Rendite und alle anderen sind in diesem Spiel nur die Bauern die zum Teufel gehen können. Warum lassen sich viele führende Politiker in der heutigen Zeit von diesen Spaltpilzen mit ihrer Kindergartenlogik so plump manipulieren?
    Dieses durchsichtige, immer wiederkehrende aber hochgefährliche Spiel hängt einem mittlerweile am Hals heraus. Woher kommt es nur, dass viele in unserer sogenannten „aufgeklärten Zeit“ am Verstand einiger Staatsführer zweifeln müssen, die Befindlichkeiten eines vierjährigen Kindes an den Tag legen? Es wird immer behauptet, der Mensch sei lernfähig, das stimmt. Man kann lernen ein Egoist zu werden der nur an sich denkt und die anderen manipuliert und ausbeutet, oder man erlernt Fähigkeiten die wertvoll sind für das Leben in einer Gemeinschaft. Nur eine geistig gesunde, tolerante, mitfühlende, sich auch für das Leben der Schwächsten einsetzende Gesellschaft hat eine Überlebens- Chance. Gemeinschaft macht stark, das wird auch in dem alten Text „Die sieben Stäbe“ durch Christoph von Schmid (3*) sehr überzeugend dargestellt.

    (1*) https://www.youtube.com/watch?v=Bnsy2HBuPs8

    (2*) https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/Der-exklusivste-Club-der-Welt-und-seine-dunkle-Vergangenheit/story/16737331

    (3*) http://ingeb.org/Lieder/einvater.html

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