Brenig: Schwerlaster rammt Haus an der Küppersgasse (Online-Meinungsumfrage LKW-Durchfahrverbot)

Verbot_LKW

Lösungsvorschlag für Brenig

Vielen Dank für 745 Aufrufe des Internetartikels (01.07.2016)!

NEU: Der Ausschuss beschließt ein straßenverkehrsrechtliches Anhörungsverfahren! Zukünftig auch weiterhin keine Beteiligung der Antragsteller und/oder der Anlieger!

4. erweiterte Fassung (Beschluss im Ausschuss): Bedingt durch die Einführung der LKW-Maut auf Bundesautobahnen versuchen die Spediteure Abkürzungen oder geeignete Ausweichstrecken ohne Maut zu finden, um zumindest teilweise die Transportkosten zu senken. Das führt dazu, dass Straßen mit relativ wenig Schwerlastverkehr zusätzlich belastet werden. In Bornheim-Brenig wird seit einiger Zeit beobachtet, dass der LKW-Verkehr durch den Ort merklich zugenommen hat. Bedingt durch parkende Fahrzeuge und enge Straßen mit nahe an der Straße gelegenen Häusern ist es in der Vergangenheit in Brenig schon zu mehreren Kollosionen von LKW’s mit Dachrinnen gekommen.

Inzwischen hat die Stadt einen solchen kritischen Punkt an der Kreuzung Venngasse / Breite Straße (Foto1) nach langem Schriftverkehr durch die Aufstellung 3 Schildern (>) entschärft.

Inzwischen wurde der ABB ein weiterer Schwerpunkt bekannt. Es handelt sich um die Ecke Küppersgasse / Breite Straße. Hier ist es am 19. Mai 2016 zu einem Zwischenfall gekommen, der zu ernsthaften Schäden am Haus Küppersgasse 1 geführt hat.

Um  diesem zunehmenden LKW-Verkehr in Bornheim-Brenig entgegen zu wirken wird wohl ein Durchfahrverbot für schwere LKW`s in Bornheim-Brenig notwendig werden.

Das in den Fotos ersichtliche Haus in der Küppersgasse / Ecke Breite Straße wurde nun zum 2. mal beschädigt, zuletzt am 19. Mai 2016. Diesmal allerdings mit schweren Folgen für den Besitzer des Hauses, den Stromversorger und die Stadt. Nach Aussagen der Bewohner vor Ort ist der Verkehr auf der Breite Straße über ca. 3 Stunden behindert worden. Der Verteilerkasten des Stromversorgers wurde abgerissen und die Gehwegplatten des Fußgängerweges wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Aufstellung von 3 Schildern

Foto 1: Aufstellung von 3 Schildern

Nach Angabe des Besitzers des gerammten Hauses (Fotos Ende Artikel) sind folgende Schäden entstanden:

  • Fundamentversatz am Haus durch den Aufprall des LKW
  • Teilweise Zerstörung der Dachrinnen
  • Zerstörung der Dachteilfläche
  • Die Elektro-Unterverteilung wurde abgerissen mit Stromausfall in der Küppersgasse bzw. Breitestraße
  • Fachwerke wurden nach innen gedrückt
  • Teilweise Risse im Mauerwerk
  • Der LKW geriet auch auf den Gehweg. Teilweise sind die Gehwegplatten soweit herunter gedrückt worden, dass diese wohl erneuert oder neu verlegt werden müssen.
Sofern an weiteren Bornheimer Straßen ein erhöhter LKW-Verkehr mit Schäden an Häusern, Straßen oder Begrenzungen etc. durch schwere LKW`s festgestellt wird, wären wir von der ABB für entsprechende Hinweise dankbar.
  • Kontakt:
  • bornheimer123@yahoo.de
  • Mobil. 0151 – 722 11 101

Die ABB hat folgende Anträge im Ausschuss für Stadtentwicklung gestellt:

Antrag 1: Der Bürgermeister wird beauftragt die erforderlichen Schritte einzuleiten, damit ein Durchfahrverbot für schwere LKW`s für Bornheim-Brenig durch die Aufstellung entsprechender Verbotsschilder wirksam wird.

Antrag 2: Der Bürgermeister wird beauftragt die Schäden, die der Stadt zugefügt wurden festzustellen, zu beziffern und dem Verursacher (Spedition) anzulasten.


Ein Breniger Bürger hat uns folge E-Mail geschickt:

Zitat: „Hallo Herr Breuer, nachdem meine Gebäude-Versicherung sich auch wieder beruhigt hat – wegen der vielen Schäden wollten die kündigen – hat es nun einen Nachbarn getroffen. Das Eckhaus Breite Strasse/Küppersgasse wurde von einem Gardinentrailer im Dachbereich beschädigt und ein Trafo-Kasten wurde weggerissen. Warum der 40-Tonner Auflieger überhaupt nach Brenig reingefahren ist,entzieht sich meiner Kenntnis.

Ist es vielleicht möglich, bei einer der kommenden Sitzungen anzuregen, ein generelles Schwerlastverbot für den Ort zu verhängen? Sie glauben gar nicht, was hier über den Tag so alles durch die kleinen und recht engen Straßen donnert. Anzudenken wäre dann eine Gewichtsbegrenzung oder eine Höhen oder Längenbegrenzung.

Dieses würde sicherlich alle Anwohner freuen.

Genauso schaut es auch auf dem Rankenberg (vor allem bergseitig) und auf der Landstrasse nach Heimerzheim aus. Diese Strecke ist nicht geeignet, den seit der Maut extrem gestiegenen Schwerlastverkehr aufzunehmen. Auch wenn viele Speditionen es nicht zugeben, daß ihre Fahrer „Abkürzungen“ fahren. Ich habe schon einige Male aus Neugierde von der BAB 555 kommend diverse LKW bis zur BAB 61 „begleitet“.

Selbst, wenn man nur die Kennzeichen liest, wird es einem klar. Weniger als die Hälfte der LKW sind Pendler. Ich möchte gar nicht wissen, was da für ein Chaos auf uns zukommt, wenn die BAB 565 Bonn-Meckenheim zur Baustelle wird. Es wäre sehr schön, wenn eine positive Resonanz folgen würde.

Mit bestem Gruß und ein schönes Wochenende
xxxxxxxxxxx“
 

Die ABB wird in Abstimmung mit den Betroffenen vor Ort das Thema in den zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung bringen.


Neu: 4. erweiterte Fassung: Dies ist inzwischen geschehen. Es wird demnächst ein straßenverkehrsrechtliches Anhörungsverfahren geben (siehe 1.). Dieser Beschluss erfolgte einstimmig. Die Anlieger und der Antragsteller ABB (Breuer) werden zu diesem Anhörungsverfahren leider nicht (siehe 2.) eingeladen. Darüber werden wir in einem separaten Internetartikel noch ausführlich berichten. Soviel hierzu vorab in Kürze: Antragsteller und betroffene Anlieger haben keinen Rechtsanspruch an straßenverkehrsrechtlichen Anhörungsverfahren gehört und/oder eingeladen zu werden. Sie können jedoch im Rahmen des Ermessungsspielraums gehört und auch eingeladen werden. Eine Weigerung der zuständigen Behörden, zu Anhörverfahren, die unter Beteiligung externer Personen ablaufen sollen, keinen Vertreter entsenden zu wollen ist aus unserer Sicht eine bodenlose Unverschämtheit. Umso trauriger ist es, dass die Stadt Bornheim auf Basis einer derart haarsträubenden Begründung folgendes ankündigt:

Zitat: „Letztlich hätte dies zur Folge, dass zukünftig keine ordnungsgemäßen straßenverkehrsrechtlichen Anordnungen nach § 45 StVO erfolgen könnten. Aus den genannten Gründen sieht die Verwaltung daher keine Möglichkeit den Beschluss vom 17.06.2015 umzusetzen.

Der Beschluss vom 17.06.2015 des lautete:

Zitat: „Der Bürgermeister wird beauftragt, den Termin eines straßenverkehrsrechtlichen Anhörverfahrens auch den Antragstellern des Verfahrens mitzuteilen. Ein Vertreter des Antragstellers kann an dem Ortstermin als Gast teilnehmen, um für Rückfragen der Behörden zur Verfügung zu stehen. Diese Regelung gilt bis Ende des Jahres 2015 und wird anschließend evaluiert.“

  1. Beschluss des Ausschusses: Vorlage 460/2016-9
  2. Bürgerbeteiligung nicht vorgesehen (?!) siehe: Vorlage 462/2016-9

Autoren: Heinrich Weiler (Brenig), Adelheid Witz, Paul Breuer


Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger von Bornheim-Brenig an der Umfrage teilzunehmen!

Durchfahrverbot für LKW`s in Brenig?
  • 98.57% - ( 138 Stimmen )
  • 1.43% - ( 2 Stimmen )
  • 0% - ( 0 Stimmen )

Ab 7,5 Tonnen?
  • 89.13% - ( 123 Stimmen )
  • 8.7% - ( 12 Stimmen )
  • 2.17% - ( 3 Stimmen )


Bild_05

 

 

 

 

 

 

 

Bild_02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild_04
Bild_01

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild_06

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild_03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

5 Gedanken zu „Brenig: Schwerlaster rammt Haus an der Küppersgasse (Online-Meinungsumfrage LKW-Durchfahrverbot)

  1. Schachler

    Es ist mir ein Rätsel, warum durch unsere engen Gassen sowieso LKW´s fahren dürfen. Teilweise frage ich mich, wie diese überhaupt um die Ecke kommen wollen. Ich sehe auch keinen Sinn darin, da es bei uns in Brenig eh keine Industrie gibt, die eine Anlieferung durch LKW´s erforderlich machen würde. Von daher spreche ich mich ausdrücklich für ein Fahrverbot aus!

  2. A. W.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass sich endlich jemand gegen die Verkehrssituation hier in Brenig zur Wehr setzt. Wir haben im Jahr 2014 unsere Hausfront saniert. Mittlerweile zeigen sich eine Vielzahl von Rissen. Ob diese nun allesamt vom Schwerlastverkehr stammen, kann ich nicht sagen. Generell ist aber festzustellen, dass das Verkehrsaufkommen, die Raserei und das Amokparken stark gestiegen sind. M.E. ist das, was Sie vorhaben leider zu kurz gesprungen. Es muss ein Verkehrskonzept entwickelt werden, dass die Situation hier wieder er-/verträglich macht. Das beinhaltet das Durchfahrtsverbot für schwere LKWs, Einbahnstraße (Vinkelgasse / Breitestraße), Verkehrsberuhigung und gekennzeichnete Stellplätze im Bereich der Vinkelgasse.
    Vorschläge meinerseits, die ich an unseren Bürgermeister gerichtet habe, wurden bei Seite geschoben oder gar nicht beantwortet.
    Wie gesagt, ich begrüße Ihre Initiative und unterstütze Sie auch, aber das Ganze müsste weiter gefasst werden.

  3. Konrad Urfey

    Hallo Herr Breuer, sehr guter Artikel. Ich drücke die Daumen das der Antrag durch kommt und endlich Entlastung sichtbar wird. VG K. Urfey

  4. Manuel Grieß - Brenig

    Hallo Herr Breuer,
    aufmerksam verfolge ich, daß Fahrt in das o. g. Thema kommt.
    Gut finde ich auch, daß die Geschwindigkeiten, die hier teils gefahren werden, angesprochen werden.
    Mein ganzes Arbeitsleben habe ich mehr oder weniger mit Fahrtätigkeiten verbracht und traue es mir daher zu, Geschwindigkeiten von vorbeifahrenden Fahrzeugen einigermaßen gut zu schätzen.
    Aus diesem Grund hatte ich vor Jahren die Bornheimer Polizei gebeten, auch mal auf der Breite Straße eine „Blitze“ aufzustellen. Ich hatte sogar mein Grundstück für die Aufstellung angeboten. Leider wurde ich zum Spielball der Behörden. Jeder bat mich, woanders anzurufen. Daher
    verlief die Sache im Nichts.
    Wir haben hier – vor allem Nachts – Fahrer, die meinen: Kommt ja nix und rechts-vor-links gilt bis 18 Uhr, also mal locker 70 km/h.
    Noch ein neues Thema: Ich sehe mit Graus die Kreuzung Küppersgasse/Michelsbergstrasse. Dort beachten 90% der Fahrer nicht die Vorfahrten. Ich warte förmlich nur auf einen Unfall.
    Aus eigener Erfahrung: Vennstrasse/Breite Strasse: Ich bin immer der Blöde, der anhält. Keiner beachtet die Regelung.
    Mit diesen Anregungen einen schönen Sonntag
    Manuel Grieß

  5. Schornsberger

    Es wird endlich Zeit, dass hier in Brenig verkehrstechnisch wieder grundsätzliche Regeln eingehalten werden! Das LKW-Durchfahrtverbot für den Ortskern bzw. den Weg nach Bornheim ist längst überfällig, man beachte einmal das Chaos, wenn zusätzlich zu den „Mautsparern“ auch noch die Müllabfuhr sowie die Schulbusse (diese gerne als Gelenkversion) unterwegs sind!
    Auf dem Schornsberg wird (trotz Tempo 30) gerast, als wäre dies die Zufahrt zum Nürburgring! Und dies nicht nur von Auswärtigen oder jungen Leuten. Nein, auch unsere werten Mitbürger ab 50 mit dem obligatorischen Sportwagen/Cabrio fahren hier einen heißen Reifen.
    Hallo liebe Leute, hattet Ihr nicht auch mal Eure Kinder klein ?! Und dann natürlich der Rankenberg, wo sich je nach Wochentag verschiedene Szenarien abspielen:
    Mo – Fr: Lkw aller Couleur auf dem Weg von oder zur A61 sowie PKW mit EU am Anfang des Kennzeichens.
    Bei letzteren hat man den Eindruck, sie sind alle Kampfpiloten von Beruf.
    Sa – So: Bei schönem Wetter gehört diese Straße hauptsächlich den Motorrädern, welche ihr Revier auch lautstark zu verteidigen wissen! Sitzt man draußen im Garten, nimmt man ständig daran teil.
    Will man zwecks Freizeitgestaltung den Rankenberg überqueren (Fahrradfahren, Schützenhaus, Sportplatz), braucht man viel Zeit, gute Nerven sowie einiges an Sportlichkeit.
    Ansonsten steht man nur am Rand und hat den Eindruck, man befinde sich an der A3! Warum kümmert sich unsere Stadtobrigkeit nicht um diesen Verkehrsterror? Es gibt noch nicht mal einen nun wirklich kostengünstigen Zebrastreifen an der Kreuzung Rankenberg/Schornsberg, obwohl am Wochenende dort viele mit Fahrrädern, Kinderwagen, Hunden und sogar auch Rollstühlen unterwegs sind! Auch ein Gastronomiebetrieb befindet sich dort, der entsprechende Kundschaft zu sich einlädt. Aber unsere Verantwortlichen sehen da keinen Handlungsbedarf, wollen keine Unkenrufe hören und sonnen sich in Ihrem scheinbaren Erfolg, die Königstraße so schön verkehrsberuhigt zu haben. Dies alles ist Politik am Bürger vorbei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.